weise einer Insulinpumpe und erläutern, welche Vor- und Nachteile ihre Verwendung mit sich bringt.
In diesem Beitrag:
Was ist eine Insulinpumpe?
Eine Insulinpumpe ist ein tragbares medizinisches Gerät, das Menschen mit Diabetes automatisch mit der notwendigen Dosis Insulin versorgt. Sie ahmt die Arbeitsweise einer gesunden Bauchspeicheldrüse nach, gibt also genau zur richtigen Zeit die richtige Menge Insulin ab. Bei Kleinkindern werden die Geräte meist mithilfe eines speziellen Gurtes direkt am Körper getragen. Fast alle Insulinpumpen können auch am Gürtel oder in der Hosentasche mitgeführt werden.
Infos zur Insulinpumpentherapie mit der t:slim X2™ Insulinpumpe.
Die Funktionsweise einer Insulinpumpe
Insulinpumpen sind in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich:
Schlauchpumpen verbinden die Pumpe über einen flexiblen Schlauch mit einem Katheter. Dieser wird in der Regel am Oberschenkel, der Hüfte oder am Po getragen. Das Insulin wird mittels einer Stahl- oder Kunststoffkanüle in das Unterhautfettgewebe injiziert. Dabei entleert sich eine mit Insulin gefüllte Ampulle über einen festgelegten Zeitraum, auch Basalrate genannt oder in festgelegten Schüben. Per Knopfdruck können zusätzlich benötigte Insulinmengen freigegeben werden, wie beispielsweise vor dem Essen. Im Fachjargon wird dies auch Bolusinsulin genannt.
Patchpumpen sind eine Alternative, denn sie kommen ohne Schlauchverbindung aus. Die Insulinpumpe wird wie ein Pflaster direkt auf die Haut geklebt. Die Patienten erhalten eine externe Steuereinheit, den Personal Diabetes Manager (kurz: PDM). Mit diesem werden Zeitpunkt und Menge der Insulinabgabe per Funk an die Insulinpumpe übermittelt.
Fast alle Geräte können mit einem CGM-System (kontinuierliche Glukosemessung) verbunden werden. Hierzu zählt beispielsweise die t:slim X2™ Insulinpumpe. In Kombination mit dem kompatiblen Dexcom-CGM-Systemen wird die benötigte Insulinmenge automatisch an den ermittelten Glukosewert angepasst. Das sorgt für einen besonders stabilen Glukosespiegel und reduziert das Risiko einer Unterzuckerung.
Welche Vor- und Nachteile haben Insulinpumpen?
Insulinpumpen können die Lebensqualität von Diabetes-Patientinnen und Patienten deutlich erhöhen. Das tägliche und teilweise schmerzhafte Spritzen fällt im Rahmen einer Insulinpumpentherapie weg. Gleichzeitig können Insulinpumpen zu einer stabileren Einstellung des Blutzuckers beitragen, da die notwendige Insulinmenge automatisch zugeführt wird. In der Folge kommt es seltener zu Unter- und Überzuckerungen.
Neben diesen Vorteilen birgt eine Insulinpumpentherapie auch Nachteile. So muss eine Insulinpumpe ständig am Körper getragen werden. Das Abnehmen ist nur kurzzeitig möglich, beispielsweise zum Baden. Darüber hinaus muss die Funktionsfähigkeit der Pumpe regelmäßig überprüft werden. Wenn sie mal nicht funktioniert, zum Beispiel ist die Kanüle herausgerutscht oder verstopft, droht eine Übersäuerung des Blutes (Hyperglykämie, bzw. Ketoazidose).
Vorteile einer Insulinpumpe
✓ kein tägliches Spritzen notwendig
✓ stabile Einstellung des Blutzuckers
✓ seltenere Unter- bzw. Überzuckerung
✓ mehr Spontanität und Flexibilität im Alltag
✓ kann unauffällig unter der Kleidung getragen werden
Nachteile einer Insulinpumpe
✓ Pumpe muss immer am Körper getragen werden
✓ Kanüle kann verstopfen oder herausrutschen
✓ Einstichstelle kann sich entzünden
Für wen ist eine Insulinpumpe geeignet?
Diabetes-Patientinnen und Patienten oder Menschen mit Diabetes, die eine Insulinpumpe nutzen möchten, müssen zunächst ärztliche Rücksprache halten. Die Behandlung ist teurer als die herkömmliche Therapie mittels Spritzen oder Pens. Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, sofern eine medizinische Notwendigkeit einer Insulinpumpentherapie vorliegt. Dies ist üblicherweise bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes Typ 1 der Fall, deren Blutzuckerwerte mit der konventionellen Therapie nicht zufriedenstellend einzustellen sind.
Weiterführende Inhalte: Alle Informationen zu Diabetes
Zusammengefasst ist eine Insulinpumpentherapie angezeigt:
- wenn eine konventionelle Therapie (Spritzen, Pens) keinen Erfolg bringt
- wenn Patientinnen und Patienten häufige Blutzuckerschwankungen bzw. Unterzuckerungen erleiden
- wenn Patientinnen und Patienten einen sehr unregelmäßigen Tagesablauf haben (beispielsweise bei Schichtarbeit)
- wenn Menschen mit Diabetes mehr Flexibilität im Alltag wünschen
- bei Kinderwunsch vor oder zu Beginn einer Schwangerschaft
- bei Patientinnen und Patienten mit einem starken Blutzuckeranstieg in den Morgenstunden (Dawn-Phänomen)
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Insulinpumpe
Muss man die Insulinpumpe immer tragen?
Insulinpumpen werden im Idealfall 24 Stunden am Tag getragen. Das Abnehmen sollte nur über kurze Zeiträume erfolgen, beispielsweise beim Duschen oder Baden. Wie wasserdicht eine Insulinpumpe ist, steht in der Bedienungsanleitung der jeweiligen Pumpe.
Wo wird eine Insulinpumpe platziert?
Insulinpumpen werden – je nach Modell – am Gürtel, in der Hosentasche oder bei Kleinkindern meist mithilfe eines speziellen Gurts direkt am Körper getragen. Die Infusionsstelle befindet sich in der Regel am Bauch, wobei der Katheter üblicherweise am Oberschenkel, der Hüfte oder am Po getragen wird.
Kann man mit einer Insulinpumpe duschen oder Sport treiben?
Dies ist abhängig von der Art der Insulinpumpe. Die meisten Modelle sind bis zu einem gewissen Grad wasserdicht, können also auch beim Sport oder Duschen getragen werden. Genauere Informationen findet man über die Bedienungsanleitung oder Informationen des Herstellers.
Kann man mit einer Insulinpumpe schlafen?
Ja, Insulinpumpen müssen beim Schlafen angeschlossen bleiben, damit sie den Blutzuckerwert auch während der Nachtruhe konstant halten. Sie sind so klein, dass sie nicht stören.
Sind Insulinpumpen schmerzhaft?
Insulinpumpen injizieren das Insulin über eine Kanüle in das Unterhautfettgewebe. Die Kanülengröße variiert je nach Pumpe, ist aber stets so konzipiert, dass das Einführen so angenehm wie möglich ist.
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