Außerklinische Beatmung

Eine chronische Atemschwäche (chronische respiratorische Insuffizienz) macht oft eine außerklinische Beatmung nötig, etwa bei COPD, Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS) oder neuromuskulären Erkrankungen wie z.B. der Amyotrophen Lateralsklerose. Die außerklinische Beatmung entlastet die Atemmuskulatur, lindert Symptome und verbessert die Lebensqualität.

Außerklinische Beatmung

Chronische Atemschwäche (chronische respiratorische Insuffizienz) macht oft eine außerklinische Beatmung nötig, etwa bei COPD, Obesitas-Hypoventilations-Syndrom(OHS) oder neuromuskulären Erkrankungen wie z.B. der Amyotrophen Lateralsklerose. Die außerklinische Beatmung entlastet die Atemmuskulatur, lindert Symptome und verbessert die Lebensqualität.

Formen einer Außerklinischen Beatmung

In der modernen Beatmungsmedizin und Pneumologie wird eine außerklinische Beatmung – oft auch als Heimbeatmung oder häusliche Beatmung bezeichnet – dann notwendig, wenn die Eigenatmung nicht mehr kräftig genug ist. In der Folge sammelt sich zu viel Kohlenstoffdioxid im Körper an, was eine Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz erforderlich macht

Im Rahmen der Diagnostik deuten folgende Anzeichen auf eine solche Atemschwäche im Zuge der außerklinischen Beatmungsversorgung hin:

  • Atemnot, vor allem bei Anstrengung (Dyspnoe)
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen direkt nach dem Aufwachen
  • Ständige Müdigkeit am Tag
  • Konzentrationsprobleme
  • Ein allgemeiner Verlust an körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit
Nicht-invasive Beatmung (NIV)

In der modernen Beatmungsmedizin unterstützt die nicht-invasive Beatmung die Atmung über spezielle Masken. Sie ist ein zentraler Bestandteil der häuslichen Beatmung für Patienten, die zwar einen eigenen Atemantrieb haben, aber eine Entlastung der Atemmuskulatur benötigen.

Diese Form der Heimbeatmung dient primär der Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz. Das Ziel dieser außerklinischen Beatmungsversorgung ist eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität sowie eine Lebensverlängerung. Die Anwendung erfolgt meist intermittierend (z. B. nachts) und wird oft interdisziplinär zwischen der Pneumologie, spezialisierten Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen, sowie Atmungstherapeuten abgestimmt.

Invasive Beatmung (IV)

Innerhalb der spezialisierten Beatmungsmedizin erfolgt der Zugang bei der invasiven Form über eine direkte Verbindung zwischen Hals und Luftröhre (Tracheostoma). Diese Methode der Heimbeatmung wird vor allem bei Patienten genutzt, die über keinen oder einen nur geringfügig vorhandenen Atemantrieb verfügen. In diesem Fall muss die außerklinische Beatmungsversorgung nahezu die komplette Atemarbeit übernehmen.

Zudem können auch Einschränkungen im Hals- und Rachenraum diese Form der intensivpflege notwendig machen. Da die Anforderungen hier besonders hoch sind, findet die Betreuung oft interdisziplinär statt – sowohl in der häuslichen Beatmung als auch in darauf spezialisierten Pflegeeinrichtungen.

OHS, COPD & OSA – Eine komplexe Verbindung

OHS ( Obesitas-Hypoventilations-Syndrom), COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und OSA (Obstruktive Schlafapnoe) sind allesamt Erkrankungen, die die Atmung beeinträchtigen und eine außerklinische Beatmung notwendig machen können. Durch eine außerklinische Beatmung wird die Atemarbeit und damit der Gasaustausch im Körper verbessert, was die Symptome lindert und die Lebensqualität verbessert.

Das Tückische: alle o.g. Krankheiten weisen ähnliche Symptome auf.

Gemeinsamkeiten

Atmungsprobleme: Alle drei Krankheiten können die Atemarbeit beeinträchtigen und zu einer flachen Atmung führen, die die Schlafqualität beeinträchtigen.
Tagesmüdigkeit: Eine häufige Folge ist die sogenannte Tagesmüdigkeit, die bis hin zur Einschlafneigung am Tag führen kann.
Blutdruckanstieg: Sowohl bei OHS als auch bei OSA kann es zu einem Anstieg des Blutdrucks kommen.
Kopfschmerzen: Sauerstoffmangel und eine Ansammlung von Kohlendioxid während des Schlafs können bei Betroffenen morgendliche Kopfschmerzen auslösen.
Konzentrationsstörungen: Die verringerte Leistungsfähigkeit und Konzentrationsschwäche sind weitere gemeinsame Symptome.
Schnarchen: Schnarchen tritt bei beiden Schlafstörungen, OHS und OSA, häufig auf.

Unterschiede

OHS: Eine Atmungsstörung, die bei Übergewicht (BMI > 30) auftritt. Sie kann zu einer Erschöpfung der Atemmuskulatur und einem erhöhten  Kohlendioxidgehalt im Blut führen, der nicht nur im Schlaf, sondern auch tagsüber besteht.
OSA: Hierbei kommt es typischerweise durch verengte Atemwege zu Atemaussetzern im Schlaf.
COPD: Eine Lungenerkrankung, bei der die Atemwege und Lungenbläschen geschädigt sind. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel im Blut und zu einer Erschöpfung der Atemmuskulatur.

Anzeichen und Symptome einer OHS

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Häufige Fragen

Wann ist eine NIV-Therapie bei OHS notwendig?

Eine NIV-Therapie ist notwendig, wenn eine CPAP-Therapie nicht ausreichend ist oder bereits bei der Diagnose ein erhöhter Kohlenstoffdioxid-Wert im Blut vorliegt.

Wer übernimmt die Kosten für die Außerklinische Beatmung?

 In der Regel werden die Kosten durch die Krankenkassen getragen. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, kontaktieren Sie bitte Ihre Kasse.

Welche Maske ist die richtige für mich?

Bei der nicht-invasiven Beatmung ist die Wahl der passenden Maske entscheidend für Komfort und Therapieerfolg. Es gibt verschiedene Typen, wie z.B. Full-Face- oder  Nasenmasken. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer detaillierten Maskeninformationsseite.

Wie reinige ich den Befeuchter meines Beatmungsgeräts?

Der Befeuchter sollte täglich mit warmem Wasser und mildem Spülmittel gereinigt und anschließend an der Luft getrocknet werden, um Keimbildung zu vermeiden.

Leide ich nicht einfach nur an Übergewicht?

Sind Sie oft müde und kurzatmig, ohne den Grund zu kennen? Eventuell leiden Sie an einem Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS), eine ernsthafte, oft unerkannte Erkrankung. Zusätzliches Gewicht auf dem Brustkorb erschwert das Atmen, führt zu Sauerstoffmangel und einem erhöhten Kohlenstoffdioxid-Wert im Blut. Das hat auch Auswirkungen auf weitere Organe wie z.B. das Herz. Es ist ein Warnsignal, kein normaler Nebeneffekt von Übergewicht.

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