Dexcom G6 und G7: Konsistente glykämische Ergebnisse unter Control-IQ™ Technologie
Stabilität beim Generationenwechsel: Wie der Umstieg auf den Dexcom G7 die bewährte Sicherheit der Control-IQ™ Technologie erhält
Veröffentlicht am 07. April 2026
3 Minuten
Die technologische Unterstützung durch automatisierte Insulin-Dosierung (AID) stellt eine wichtige Option für das Therapiemanagement dar. Während wegweisende Analysen bereits die Wirksamkeit der Control-IQ™ Technologie bei Probanden verschiedener Altersgruppen untersuchten, zeigt ein aktueller Report, dass die klinische Stabilität auch beim Generationenwechsel der Sensortechnologie voll erhalten bleibt.
Hintergrund
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg moderner AID-Systeme ist die Interoperabilität der Komponenten. Da die t:slim X2™ sowohl mit dem Dexcom G6 als auch mit dem neueren Dexcom G7-System kompatibel ist, steht in der Praxis oft die Frage im Raum, ob der Sensorwechsel die prädiktive Algorithmus-Leistung beeinflusst. Eine aktuelle retrospektive Untersuchung analysierte hierzu die Daten von 463 Erwachsenen, die zwischen November 2023 und Juni 2024 vom G6 auf den G7-Sensor wechselten.
Studiendesign
- Teilnehmer: 463 Erwachsene mit Typ-1-Diabetes (59 % weiblich, Durchschnittsalter 36 ± 15 Jahre).
- Methodik: Retrospektive, einarmige Single-Center-Studie.
- Vergleichszeitraum: Analyse der CGM-Metriken der letzten 30 Tage der G6-Nutzung gegenüber den ersten 30 Tagen der G7-Nutzung.
- System: t:slim X2™ Insulinpumpe mit Control-IQ™ Technologie.
Ergebnisse
Die Analyse der Real-World-Daten verdeutlicht, dass die glykämischen Ergebnisse über beide Sensorgenerationen hinweg nahezu deckungsgleich blieben und die internationalen Konsensus-Ziele sicher erreicht wurden:
- Zeit im Zielbereich (TIR, 70–180 mg/dL): Der Median lag bei 70,7 % mit dem G6 und bei 71,1 % mit dem G7.
- Hypoglykämie-Zeit (TBR, <70 mg/dL): Die Zeit im niedrigen Bereich blieb mit 1,3 % (G6) bzw. 1,5 % (G7) stabil und damit deutlich unter dem Sicherheitsziel von <4 %.
- Systemnutzung: Die Zeit, in der das System im geschlossenen Regelkreis (Closed Loop) arbeitete, war mit 95,6 % (G6) bzw. 94,3 % (G7) bei beiden Sensorkonfigurationen extrem hoch.
- Glukosevariabilität: Der Variationskoeffizient (CV) zeigte mit 34,5 % (G6) zu 34,8 % (G7) keine klinisch relevante Veränderung.
- Mittlere Glukose: Die Werte lagen bei 155,9 mg/dL (G6) gegenüber 154,8 mg/dL (G7).
Funktionale Unterschiede der Sensoren
Der Dexcom G7 bietet im Vergleich zum G6 funktionale Optimierungen:
- Verkürzte Aufwärmphase: 30 Minuten beim G7 gegenüber 2 Stunden beim G6.
- Kompakteres Design: Integration von Sensor und Transmitter in einem Gehäuse (All-in-one).
- Verlängerte Laufzeit: Working Life von 10,5 Tagen.
Die Daten belegen, dass diese technischen Weiterentwicklungen die prädiktive Steuerung der Control-IQ™ Technologie nicht beeinträchtigen.
Fazit
Die Analyse bietet Behandlern und Patienten die Sicherheit, dass der technologische Umstieg auf den Dexcom G7 ohne Einbußen bei der Stoffwechselqualität erfolgt. Die Interoperabilität ermöglicht einen Gewinn an Tragekomfort und eine schnellere Sensor-Verfügbarkeit nach dem Wechsel, während die hohe Sicherheit der automatisierten Insulin-Dosierung konstant bleibt.
Artikel: VitalAire Medical Affairs
Veröffentlicht: 07. April 2026
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Quellenangaben:
Systeme wie die t:slim X2 mit Control-IQ sind kein Ersatz für ein aktives Diabetesmanagement. © Tandem Diabetes Care und Control-IQ sind Marken von Tandem Diabetes Care, Inc., eingetragen in den USA und anderen Ländern. t:slim X2 und t:simulator sind Marken von Tandem Diabetes Care, Inc.
Originalstudie:
Akturk HK, Johnson AK, Welsh JB, Messer LH., Control-IQ Technology Provides Similar Glycemic Outcomes Across Two Different CGM Sensors. Journal of Diabetes Science and Technology, 2025. DOI: 10.1177/19322968251330308