Schlafapnoe

Die Diagnose einer Therapie für Schlafapnoe erfolgt durch einen Schlafmediziner oder Lungenfacharzt und beginnt mit einer Anamnese, bei der Symptome wie lautes Schnarchen, Tagesmüdigkeit und Atemaussetzer erfasst werden.

  • Darauf folgt eine nächtliche Schlafuntersuchung, entweder stationär in einem Schlaflabor (Polysomnographie, der Goldstandard) oder ambulant zu Hause (Polygraphie).
  • Bei beiden Methoden werden diverse Parameter wie Atemfluss, Sauerstoffgehalt und Herzaktivität aufgezeichnet.
  • Die Auswertung dieser Daten bestimmt den Schweregrad (leicht, mittelschwer, schwer) und die Art (obstruktiv, zentral, komplex) der Schlafapnoe.
  • Diagnosestellung und Bestimmung von Behandlungsmöglichkeiten obliegen dem medizinischem Personal.

Ihr erster Ansprechpartner bei Beschwerden ist Ihr Hausarzt, der Sie bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung an einen Facharzt überweist. Die Einleitung einer spezialisierten Therapie wie der Nicht-invasiven Beatmung (NIV) darf nur von bestimmten Fachgruppen durchgeführt werden. Dazu gehören:

  • Fachärzte für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie
  • Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung Schlafmedizin
  • Einrichtungen mit anerkanntem Schlaflaborstatus

Diese Spezialisten oder Einrichtungen führen die notwendige Diagnostik, wie eine Polysomnographie, durch und stellen einen individuellen Therapieplan für Sie auf.

So werden Sie VitalAire-Patient und beginnen die Schlafapnoe-Therapie.

1. Arztbesuch: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt, um Ihre Symptome und mögliche Schlafapnoe zu besprechen. Ihr Arzt wird eine Untersuchung durchführen und Sie gegebenenfalls zu weiteren diagnostischen Tests überweisen.

2. Diagnosestellung: Falls bei Ihnen Schlafapnoe diagnostiziert wird, wird Ihr Arzt Ihnen eine entsprechende Behandlung empfehlen, die in der Regel die Verwendung eines Therapiegeräts beinhaltet.

3. Rezept erhalten: Ihr Arzt wird Ihnen ein Rezept für das benötigte Therapiegerät ausstellen. Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Informationen, wie Modell und Druckeinstellungen, auf dem Rezept vermerkt sind.

4. Das Formular “Patientenerklärung” können Sie ausgefüllt zu Ihrem Arzt mitnehmen. So teilen Sie unkompliziert mit, dass Sie im Rahmen Ihrer Therapieversorgung mit der VitalAire zusammenarbeiten möchten. 

5. Lieferung und Einrichtung: Wir werden Ihnen das Therapiegerät und alle benötigten Zubehörteile zusenden. Ein Vertreter von VitalAire kann Ihnen auch dabei helfen, das Gerät einzurichten und Ihnen die richtige Anwendung zu erklären.

6. Einweisung und Schulung: VitalAire wird Ihnen eine umfassende Einweisung in die Handhabung des Therapiegeräts geben. Sie werden lernen, wie Sie es richtig verwenden, die Masken korrekt anpassen und das Gerät pflegen. Sie erhalten auch Informationen über die regelmäßige Wartung und den Austausch von Verbrauchsmaterialien.

7. Unterstützung und Nachbetreuung: Als VitalAire-Patient steht Ihnen ein engagiertes Team von Fachleuten und Kundendienstmitarbeitern zur Verfügung. Sie können bei Fragen, Problemen oder Bedenken jederzeit Unterstützung erhalten. Nutzen Sie auch unser Patientenportal für umfassende Informationen rund um Ihre Therapie.

Sie finden viele Informationen auf unserer Schlafapnoetherapie Seite . Es gibt aber auch viele Schlafapnoe Selbsthilfegruppen

Die Polygraphie ist eine Untersuchung, die zu Hause im eigenen Bett stattfindet. Sie dient als Screening-Verfahren, um Rückschlüsse auf die Atmung während des Schlafs zu ziehen und eine schlafbezogene Atmungsstörung zu erkennen. Mit unserem Therapie Gerät VitalNight können Körperfunktionen aufgezeichnet werden:

  • Atemfluss 
  • Sauerstoffsättigung im Blut.
  • Herzfrequenz.
  • Atemfrequenz
  • Schnarchen
  • Körperlage (Rücken-, Seiten-, Bauchlage).

Das Polygraphie-Gerät erhalten Sie direkt beim Facharzt oder nach Verordnung auch in einem unserer AtemCenter. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.

Zunächst einmal gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Als besonders effektiv hat sich die CPAP-Therapie erwiesen. Mit Hilfe dieser Behandlung wird sich Ihre Atmung im Schlaf verbessern und die Beschwerden einer obstruktiven Schlafapnoe können dadurch deutlich verringert werden. Beim CPAP-System handelt es sich um eine Atemmaske, die beim Schlafen getragen werden muss. Das kann vor allem am Anfang gewöhnungsbedürftig sein. CPAP steht übrigens für "continous positive airway pressure" und bedeutet übersetzt "kontinuierlicher Atemwegsüberdruck". Während dem Schlaf tragen Sie also eine Maske, die entweder die Nase oder Mund und Nase umschließt. Über einen Schlauch ist die Maske mit einem Atemgerät verbunden. Mit einem leichten Überdruck wird so Raumluft in die Atemwege gepumpt. Die Atemwege werden so frei gehalten und Atemaussetzer werden verhindert.

Zur CPAP-Therapie erreicht uns häufig folgende Frage: Wie lange dauert eine Schlafapnoe-Therapie eigentlich? Da es sich bei der Schlafapnoe um eine Langzeit-Erkrankung ohne bekannte Heilung handelt, dauert die Schlafapnoe-Therapie ein Leben lang. Zwar kann man von einer Schlafapnoe bzw. Schnarchen nicht geheilt werden, allerdings ist die CPAP-Therapie eine hochwirksame Therapie, die Ihnen Kontrolle über die Schlafapnoe erlaubt, solange Sie sie weiterhin anwenden. Das gilt selbstverständlich auch für die anderen Therapiemöglichkeiten wie ST-Therapie oder Bi Level Therapie.

Unser Fazit 

Schlafapnoe schränkt die Lebensqualität Betroffener erheblich ein. Die Erkrankung ist durch häufige Atemaussetzer im Schlaf gekennzeichnet und kann sogar zu einem gefährlichen Atemstillstand führen. Tagsüber sind Betroffene meist müde, abgeschlagen und es fällt ihnen schwer sich zu konzentrieren. Durch die verminderte Konzentrationsfähigkeit sind Betroffene auch anfälliger für Unfälle im Alltag. Die Müdigkeit und Erschöpfung sind der verringerten Schlafqualität geschuldet - durch die vermehrten Atemaussetzer wachen Betroffene häufig auf und können sich in der Nacht nicht richtig erholen. Wer an einer Schlafapnoe leidet, hat zudem ein größeres Herzinfarkt-Risiko. Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Langzeit-Erkrankung ohne Heilung. Daher sind Patienten im Schlaf auf sogenannte Atemwegsmasken angewiesen. Als besonders wirksam hat sich die CPAP-Therapie angeboten. Doch auch ST, High Flow, Bi Level und Adaptive Servoventilation erweisen den Patienten gute Dienste. Die Masken sind anfangs zwar gewöhnungsbedürftig, allerdings verbessern sie die Lebensqualität der Patienten bereits nach kurzer Zeit erheblich. Zwar sind Betroffene ihr Leben lang auf diese Therapieform angewiesen, allerdings erlauben ihnen die effektiven Atemwegsmasken eine Kontrolle über ihre Erkrankung. Der Schlaf wird wieder erholsamer, Atemaussetzer werden verhindert und auch die Leistungsfähigkeit tagsüber nimmt zu. Das Herzinfarkt-Risiko sinkt zudem.

Die Polysomnographie (PSG) ist die umfassendste Methode zur Diagnose von Schlafstörungen. Sie findet in einem Schlaflabor statt.
Zusätzlich zu den Messungen der Polygraphie werden bei der PSG weitere neurologische Parameter erfasst, um die Schlafqualität detailliert zu beurteilen:

  • Hirnströme (EEG): Zur Bestimmung der verschiedenen Schlafstadien (Leicht-, Tief- und REM-Schlaf).
  • Augenbewegungen (EOG): Charakteristisch für die Traumphasen (REM-Schlaf).
  • Muskelaktivität (EMG): Misst die Muskelspannung, die sich in den verschiedenen Schlafstadien verändert.

Das Ziel ist die Erstellung eines individuellen Schlafprofils (Hypnogramm), das die Auswirkungen der Atmungsstörungen auf die Schlafarchitektur und -qualität dokumentiert.

Unser kurzer Online-Selbsttest hilft Ihnen, eine erste Einschätzung zu erhalten, ob Ihre Symptome auf eine Schlafapnoe hindeuten könnten.

Das Ergebnis dient als wertvolle Orientierungshilfe für Sie.
Bitte beachten Sie, dass dieser Test eine ärztliche Untersuchung nicht ersetzen kann.
Eine gesicherte Diagnose stellt ausschließlich ein Facharzt, zum Beispiel ein Schlafmediziner oder ein Lungenfacharzt. Sprechen Sie bei Bedenken bitte mit Ihrem Arzt.