Außerklinische Beatmung

Obwohl die Symptome sich ähneln, ist OHS schwerwiegender als eine obstruktive Schlafapnoe (OSAS).

Bei der OSAS kommt es zu Atemaussetzern, weil die Atemwege während des Schlafs blockiert sind.

Beim OHS liegt eine generelle, chronische Atmungsstörung vor, die auch im Wachzustand zu einer unzureichenden Atmung führt. Dies resultiert in einem erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut (Hyperkapnie).

Folgende Symptome sind typisch für OHS-Patienten:

  • Starke Tagesschläfrigkeit und chronische Müdigkeit
  • Häufige Kopfschmerzen direkt nach dem Aufwachen
  • Konzentrationsstörungen
  • Unregelmäßiges und lautes Schnarchen
  • Kurzatmigkeit

Sind Sie oft müde und kurzatmig, ohne den Grund zu kennen? Eventuell leiden Sie an einem Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS), eine ernsthafte, oft unerkannte Erkrankung. Zusätzliches Gewicht auf dem Brustkorb erschwert das Atmen, führt zu Sauerstoffmangel und einem erhöhten Kohlenstoffdioxid-Wert im Blut. Das hat auch Auswirkungen auf weitere Organe wie z.B. das Herz. Es ist ein Warnsignal, kein normaler Nebeneffekt von Übergewicht.

Wenn Sie die Diagnose einer Schlafapnoe erhalten haben, bekommen Sie je nach Schweregrad und Form eine Therapie verordnet. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, aber in der Regel erhalten die Patienten ein CPAP oder APAP Gerät. 

Nach der Diagnose durch Ihren Facharzt erhalten Sie eine Verordnung und dürfen sich nun Ihren Therapiepartner aussuchen. Die Verordnung reichen Sie bei Ihrem Therapiepartner Ihrer Wahl ein. 

Das Ziel der Behandlung ist es, Ihre Atmung zu unterstützen, um eine flache Atmung zu vermeiden und damit insbesondere  den Kohlenstoffdioxidgehalt zu senken. Dies führt direkt zu einer spürbaren Verbesserung Ihrer Lebens- und Schlafqualität.

Eine NIV-Therapie ist notwendig, wenn eine CPAP-Therapie nicht ausreichend ist oder bereits bei der Diagnose ein erhöhter Kohlenstoffdioxid-Wert im Blut vorliegt.

OHS ist eine ernstzunehmende Atmungsstörung, die bei Menschen mit starkem Übergewicht (Body-Mass-Index≥ 30 kg/m²) auftritt. Das Syndrom ist gekennzeichnet durch eine flache, unzureichende Atmung zunächst in der Nacht und später auch am Tag. Zudem können Atemaussetzer während des Schlafs auftreten. Dies erhöht das Risiko, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.

Nach der ärztlichen Diagnose wird eine passende Therapie eingeleitet. Je nach Befund gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • CPAP-Therapie: Diese kommt oft zum Einsatz, wenn neben dem OHS auch eine schwere obstruktive Schlafapnoe (OSA) vorliegt.
  • Nicht-invasive Beatmung (NIV): Diese Therapieform wird bei OHS ohne schwere OSA oder bei akuter respiratorischer Insuffizienz eingesetzt, um die Atmung zu unterstützen.

Bei der nicht-invasiven Beatmung ist die Wahl der passenden Maske entscheidend für Komfort und Therapieerfolg. Es gibt verschiedene Typen, wie z.B. Full-Face- oder  Nasenmasken. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer detaillierten Maskeninformationsseite.

Unbehandelt kann OHS zu erheblichen gesundheitlichen Komplikationen führen. Dazu gehören unter anderem:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)
  • Diabetes Typ 2

Letztendlich führt die chronische Müdigkeit zu einer stark verringerten Lebensqualität.

In der Regel werden die Kosten durch die Krankenkassen getragen. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, kontaktieren Sie bitte Ihre Kasse.